Protektoren

Ein Thema das in den letzten Jahren, gerade auch aufgrund der starken Fokussierung auf Funparks, immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Warum Protektoren?

Allein 2009 erreigneten sich knapp 60.000 Sportunfälle im Ski und Snowboardbereich im kleinen Österreich, jeder 3. Sportunfall findet in diesem Bereich statt. Untersucht man die verletzten Körperteile so lässt sich aus den Statistiken zeigen dass bei mehr als jedem 2. Unfall obere Extremitäten und Rumpf beschädigt werden. Diese Bereiche werden 5 mal so oft wie der Kopf, den mittlerweile die Mehrzahl der alpinen Wintersportler schützt, in Mitleidenschaft gezogen. Die ausführliche Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit ist hier als PDF zu finden: http://www.kfv.at/heim-freizeit-sport/freizeitunfallstatistik/2009/ . Protektoren für Rücken, Gesäß und Extremitäten schützen vor schweren Verletzungen.

Wer braucht Protektoren?

Naja, im Grunde Jeder, denn oftmals ist es nicht die eigene Schuld und man wird von einem anderen Skifahrer oder Snowboarder sozusagen “umgemäht”. Racer die auf eisigen Pisten mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, Anfänger die beim Lernprozess zahlreiche unkontrollierte Stürze in den Kauf nehmen müssen, Freestyler die im Funpark über Kicker springen oder Obstacles rutschen oder auch Freerider die im tiefen Powder zwischen Felsen unterwegs sind, all diejenigen profitieren von der Sicherheit der Protektoren.

Was sollte ich schützen?

Rücken

Der meist gewählte Protektor ist wohl der Rückenprotektor. Da die meisten Exemplare Wirbelsäule, Nacken und Steißbein schützen, ist er als sinnvollste Investition in Sachen Protektoren anzusehen. Es gibt hier grob untergliedert 2 verschiedene Ausführungen, zum einen den Rucksack Protektor und zum anderen die Protektorweste. Vorteile der Weste sind kompakte Passform und größtmöglicher Schutz, daher sind diese klar zu empfehlen. Hier gilt, auf jeden Fall anprobieren, da der Protektor 100%ig passen muss um die zu schützenden Partien optimal abzudecken.

Gesäß und Steißbein

Die so genannten Crash Pants schützen die Knochen und Muskeln bei Stürzen auf das Gesäß oder Oberschenkel. Diese Art von Protektoren sind besonders bei Snowboard Anfängern beliebt, da diese sehr häufig auf diese Stelle stürzen. Auch im Funpark setzen sie sich immer weiter durch da sich die Freestyler so einige blaue Flecken und Knochenbrüche ersparen können.

Handgelenk

Zahlreiche Kunden kommen zu uns in den Laden und fragen nach Snowboard Handschuhen. Gemeint sind fast immer Handschuhe mit integrierten Handgelenkschonern, die den vom Inlineskaten bekannten, sehr ähneln. Es gibt Handgelenkschoner auch einzeln, um sie unter jeden Handschuh anziehen zu können. Sie sollen bei Stürzen auf das Handgelenk ein Umknicken und Brechen verhindern. Allerdings trennen sich hier die Meinungen über die Funktionalität.

Knie

Ein, wie auch die Crahs Pant, vor allem bei Snowboardern beliebter Protektor ist der Knieschoner. Er verhindert ein Brechen der Kniescheibe und verdrehen der Bänder. Vor allem Snowboarder die weniger Sicher auf dem Board stehen verkanten relativ häufig und fallen ungebremst vorne über und landen auf den Knien.

Fazit

Ein Protektor minimiert die Aufprallenergie beim Sturz und verhindert Verletzungen durch Felsen und scharfe Kanten. Wenn er richtig sitzt und der EN 1621-2 Norm entspricht ist er eine gute Sache und trägt zu größerer Sicherheit bei. Wie beim Helm gilt auch hier, zieht man die Protektoren ein paar mal an gewöhnt man sich daran. Safety first ;-)

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